MERA LUNA 2006  - ein Zusammentreffen mit Within Temptation

Ein Konzertbericht von The Circle

Es ist Sonntag, der 13.August. Die Uhr zeigt 20.30 und die WT-Crew ist fieberhaft mit dem Aufbau der Bühne beschäftigt. Sollte es heute ein Wettlauf mit der Zeit werden? Denn kurz vorher wurde eine Unwetterwarnung ausgesprochen und besorgte Blicke nach hinten bestätigten ein Zusammenbrauen dunkler Wolken. Erst beim Hurricane-Festival mußte das Konzert von Within Temptation nach einer halben Stunde aufgrund eines Unwetters abgebrochen werden. Doch daran wollte heute keiner mehr denken.

Den ganzen Tag über war es recht warm und sonnig gewesen. Besonders um 14.00 Uhr zur Autogrammstunde von WT am Sonic Seducer-Stand. DARK WINGS war mit zahlreichen Mitgliedern vertreten, ging es jetzt doch um die Überreichung der selbst kreierten T-Shirts.

Jedes Bandmitglied bekam ein persönliches Exemplar ausgehändigt. Auf jedem Shirt haben wir mit unseren Nicnamen unterschrieben. Überhaupt zeigte sich wieder die Offenheit der Band den Fans gegenüber. Besonders Sharon war schnell zu begeistern. Ein Hinweis von mir auf ihr grandioses Duett mit Marko Hitala von Nightwish auf dem Delain-Album Lucidity

(der Song heißt No Compliance) ließ sie übers ganze Gesicht strahlen, zumal der Track erst seit 2 Tagen einem kleinen Kreis zum Probehören zur Verfügung stand. Sie redete daraufhin wie ein Wasserfall, das Delain ja das neue Projekt von Roberts Bruder ist und bald erscheint und ob ich das Album ordern würde (war längst geschehen). Immerhin hatte ich den genialen Delain-Gig in Utrecht beim WT-Fanclubtag erleben dürfen.

Wir machten mit dem Tourmanager von WT einen Fototermin aus. Wir sollten uns vor dem VIP-Eingang einfinden. Dort versammelten wir uns auch umgehend. Dabei hatten wir den Tourmanager falsch verstanden. Er meinte nach dem Konzert und nicht nach der Autogrammstunde. So warteten wir gut 40 Minuten vor dem VIP-Zelt bis wir auf EPICA trafen. Nach einem Smalltalk mit Mark Jansen, wollte dieser sich nach unserem Fototermin erkundigen. In der Zwischenzeit wurde Sängerin Simone einem ausgedehnten Fotoshooting unterzogen. Mark kam mit dem Bandmanager wieder zurück und der Fototermin auf 23.00 Uhr festgelegt.

Doch zurück zum Konzert.

Wie von Geisterhand blieb die Unwetterwand kurz vor Hildesheim stehen und verlieh  der Pyro-Show von Within Temptation die passende Atmosphäre.

Das Konzert begann wie gewohnt mit Deceiver of fools. Dabei sahen wir ein schon verändertes Bühnenbild. Im Hintergrund gab es zwei große Wandbehänge mit einem Symbol des kommenden Computerspiels SPELLBORNE, für welches WT die Musik geschrieben haben.

Das ließ auf neue Songs hoffen.

Es folgten Stand my ground und Jillian. Eine Bemerkung zur Technik – der Sound war grandios, Sharons Stimme war klar und deutlich. Die übliche Setlist folgte – Angels, Memories und Forsaken – mit der üblichen Pyro. Dann war es soweit. Sharon kündigte einen neuen Song an – THE HOWLING. Der Track begann ruhig um sich dann in einem Gitarrenstakkato zu entfalten -  sehr metallisch. Sharon rockte dabei was das Zeug hält.

Die Menge tobte und war begeistert. Leider blieb es bei diesem einen neuen Song.

Es folgten Running up that hill und der Mother-Earth-Teil mit Mother Earth, The Promise, Mother Earth, See who I am und zuguterletzt Ice Queen. Hier kamen die neuen Feuersäulen zur Geltung, die wir erstmals in Bathmen bewundern konnten.

Ein geniales Festival ging mit einem genialen Gig zu ende, denn WT waren Headliner an diesem Sonntagabend. Doch für uns von DARK WINGS gab es ja noch einen Progammpunkt, das Fotoshooting. Wir mußten nicht lange vor dem VIP-Zelt warten, da kamen Sharon und Robert zu uns, freudestrahlend wie immer. Eine lustige Anekdote gab es beim Gruppenbild.

Sharon meinte „so jetzt sagen wir alle cheese/Käse“. Unser GOBLIN meinte daraufhin „holländischer Käse“. Sharon schaute auf einmal ganz bestürzt und sagte „Nein“. „Deutscher Käse?“ fragte GOBLIN. Sharon sagte ja und strahlte über alle vier Backen. Leider war nun wirklich das Festival zu ende und die Mehrheit von uns fuhr noch in der Nacht zurück nach hause. Ich blieb noch mit der „Nachhut“ bis zum Morgen und dann ging es auch für mich wieder nach Wuppertal.